Experiments

Experimente

Gesundheit und Produktivität

Auf der Tagung „Healthy Buildings 2000“, die vom 6. bis 10. August 2000 in Espoo, Finnland, stattfand, stellte Dr. David Wyon eine Arbeit mit dem Titel „The effects on health and self-estimated productivity of two experimental interventions which reduced airborne dust levels in office premises“ vor. Mitverfasser waren K. W. Tham, B. Croxford, A. Young und T. Oreszcyn. Es folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Die Autoren sind zu dem Schluss gekommen, dass sich eine bessere Filterung der Zuluft und regelmäßige Filterwechsel positiv auf die Gesundheit und die Produktivität in Büroumgebungen auswirkt.

In einer älteren Felduntersuchung wurde zwar nachgewiesen, dass die gründliche Reinigung von Büroräumen den Staubanteil in der Umgebungsluft verringert. Sie hat sich jedoch nicht mit den möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden oder die Produktivität befasst. Eine andere Untersuchung hat ergeben, dass Schleimhautbeschwerden im Augen-, Nasen- und Halsbereich sowie Atemwegsverstopfungen in der Nase durch die Reinigung von Büroräumen deutlich reduziert werden können.

Im Rahmen einer in den USA durchgeführten Untersuchung wurden konventionelle Bürozuluftfilter durch Filter mit hohem Wirkungsgrad (95 % bei einer Partikelgröße von 0,3 µm) ersetzt. Dadurch wurde nicht nur der Staubanteil der Größenanordnung über PM2 in der Luft verringert, sondern der neue Filter wirkte sich auch positiv auf drei Sick-Building-Symptome (SBS) aus: Stickigkeit, Luftfeuchtigkeit und geistige Verwirrtheit.

Diese Ergebnisse untermauern die Behauptung, dass sich andere Methoden der Staubbeseitigung, wie die Wahl des Einrichtungsmaterials, geschlossene Regale, eine bessere Zuluftfilterung, mehr Frischluft oder freistehende Luftreiniger, positiv auf die Gesundheit auswirken können.

Experiment in einem Londonder Büro

Im Experiment in London wurden Vorfilter gewechselt und Luftreiniger eingesetzt. Es sollte herausgefunden werden, ob diese Maßnahmen gesundheitliche und produktive Auswirkungen haben.

In einem Büro im Herzen von London wurden die alten, ziemlich verschmutzten Zuluftvorfilter durch neue Vorfilter ersetzt, und es wurde ein freistehender elektrostatischer Filter installiert. In der Versuchslaufzeit von 18 Wochen wurde der Staubanteil in der Büroluft reduziert.

     
 

Ergebnis

Das Wechseln von Zuluftvofiltern im Büro hat die Intensität mehrerer Sick-Building-Symptome deutlich abgeschwächt und die subjektive Produktivität um 5,7 % gesteigert.

Es besteht daher kein Zweifel daran, dass sich eine bessere Filterung der Zuluft und regelmäßige Filterwechsel positiv auf Gesundheit und Produktivität auswirken.

Das Ausmaß des letzteren Effekts alleine reicht zur Rechtfertigung der mit diesen Verbesserungen einhergehenden Kosten mehr als aus.

„Eine Filterung der Zuluft verbessert die Raumluftqualität, ohne die Luftaustauschrate zu erhöhen. Erhöhte Energiekosten entstehen durch die größere Lüfterleistung, die für den Ausgleich des Druckverlusts am Filter erforderlich ist. Wird der Filter regelmäßig gewechselt, verringern sich auch die Energiekosten“, erklärt Dr. Wyon.

 
     

 

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