EN 779 : 2012

EN 779 : 2012

Wir von Camfil setzen uns seit jeher für ein besseres Innenraumklima ein. Daher freut sich keiner mehr als wir darüber, dass ab 2012 eine neue, strengere Norm für Luftfilter in Kraft treten wird. Leider nicht so streng, wie wir es gerne hätten. So haben beispielsweise unsere F7-Filter Hi-Flo XLT7 einen Mindest- Wirkungsgrad von 56 Prozent, während die neue Norm nur 35 Prozent für ein F7-Filter fordert. Wir werden deswegen nicht auf dieses Niveau sinken. Vielmehr werden wir auch weiterhin die wirkungsvollsten und energieeffizientesten Filter des Marktes entwickeln.

Was bedeutet EN 779:2012?

Die neue europäische Norm für Luftfilter (EN 779:2012) wird 2012 in Kraft treten. Durch sie sollen Luftfilter nach dem Mindest-Wirkungsgrad – auch „Minimum Efficiency“ (ME) genannt – klassifiziert werden. Wir begrüßen diese Initiative als einen Schritt hin zu einem besseren Innenraumklima.

Die neue Norm wird einige Missstände beseitigen. So gibt es heute beispielsweise viele elektrostatisch geladene Synthetik-Filter mit anfänglich hohem Wirkungsgrad. Diese entladen sich jedoch sehr schnell, wobei sich die luftreinigenden Eigenschaften deutlich verschlechtern. Demzufolge werden heute in allzu vielen Gebäuden in Europa synthetische F7-Filter eingesetzt, deren ME-Werte zwischen 5 und 10 Prozent liegen. Das bedeutet, dass 90-95 Prozent der Luftverunreinigungen in das Gebäude gelangen und das Innenraumklima beeinträchtigen. Indem man der Klassifizierung den ME-Wert zugrunde legt, kann man diese Filter vom Markt verbannen. Gleichzeitig wird diese Veränderung zur Entwicklung synthetischer Filterstoffe beitragen, die zwar eine erheblich höhere Partikelabscheidung aufweisen, aber auch eine höhere Druckdifferenz und damit einen erhöhten Energiebedarf haben.

Filter ist nicht gleich Filter. Nicht einmal
innerhalb derselben Klasse.

Zwar wird diese neue Klassifizierung dafür sorgen, dass die schlechtesten Filter vom Markt verschwinden, gleichzeitig ebnet sie aber auch den Weg dafür, , dass gute Filter schlechter werden. Das Bestreben nach Filtern mit möglichst geringer Druckdifferenz und damit geringerem Energiebedarf kann die Entwicklung in die falsche Richtung treiben. So haben z.B. unsere F7-Filter Hi-Flo XLT7 einen ME-Wert von gut 56 Prozent bei Partikelgrößen von 0,4 μm.

Die neue Norm fordert jedoch nur 35 Prozent für einen F7-Filter. Wie bereits gesagt, so werden wir unsere Hi-Flo-Filter nicht auf dieses Niveau senken, da dies die Luftqualität um fast 40 Prozent verschlechtern würde. Es besteht allerdings die Gefahr, dass andere Hersteller nicht so denken, sondern hier eine Möglichkeit sehen, die Druckdifferenz und damit den Energiebedarf zu reduzieren – auf Kosten einer schlechteren Luftqualität.

Klassifikation von Luftfiltern1)
Gruppe Klasse End-Druck-differenz Pa Mittlerer Abscheidegrad (Am) des synthetischen Prüfstaubs
%

Mittlerer Wirkungsgrad (Em)
bei Partikeln von 0.4 μm
%

Mindest-Wirkungsgrad 2) bei Partikeln von 0.4 μm %
Grob G1 250 50≤Am<65  -  -
G2 250 65≤Am<80  -  -
G3 250 80≤Am<90  -  -
G4 250 90≤Am  -  -
Medium M5 450  - 40≤Em<60  -
M6 450 - 60≤Em<80  -
Fein F7 450 - 80≤Em<90 35
F8 450  - 90≤Em<95 55
F9 450  - 95≤Em 70
ANMERKUNG
1) Die Merkmale atmosphärischen Staubes weisen im Vergleich zu denen des in der Prüfung verwendeten synthetischen Prüfstaubes eine große Variationsbreite auf. Deshalb bieten die Prüfergebnisse keine Grundlage für die Vorhersage der Betriebsleistung oder der Lebensdauer. Ladungsverlust des Filtermediums und das Ablösen von Partikeln oder Fasern können ebenfalls den Wirkungsgrad beeinträchtigen!
2) Der Mindest-Wirkungsgrad ist der geringste der folgenden Wirkungsgrad-Werte: Anfangswirkungsgrad, Wirkungsgrad des entladenen Filters und geringster Wirkungsgrad im Laufe der Beladung während des Tests.
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